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Konzern-Zwischenlagebericht
Für das 3. Quartal 2009 der SAF-HOLLAND S.A.
I GESCHÄFTS- UND RAHMENBEDINGUNGEN
SAF-HOLLAND S.A., nachstehend auch als ,,SAF-HOLLAND", ,,Konzern", ,,Gruppe", ,,Unter-
nehmen" oder ,,Gesellschaft" bezeichnet, ist einer der weltweit führenden Hersteller
und Anbieter von hochwertigen Produktsystemen und Bauteilen für Nutzfahrzeuge (Trucks
und Trailer) sowie für Busse und Wohnmobile. Die Produktpalette umfasst Achs- und Fede-
rungssysteme, Sattel- und Anhängerkupplungen, Königszapfen und Stützwinden. Zum
Unternehmen mit seinen drei Business Units Trailer Systems, Powered Vehicle Systems und
Aftermarket gehören derzeit 18 Produktionsstandorte in Europa, Nordamerika, Brasilien,
Australien, China und Indien. Darüber hinaus verfügt die Gesellschaft über ein weltweites
Servicenetz.
Die Gesellschaft wurde im Dezember 2005 gegründet für den Erwerb der SAF-Gruppe,
eines europäischen Marktführers für Herstellung und Vertrieb von Achsen und Achssystemen
für die Trailerindustrie. Die Akquisition erfolgte zum 31. März 2006. Zum 18. Dezember
2006 wurde die Übernahme der US-amerikanischen Holland-Gruppe, eines amerikanischen
Marktführers im Bereich Komponenten und Systeme für die Truck- und Trailerindustrie,
abgewickelt.
II ÜBERBLICK ÜBER DEN GESCHÄFTSVERLAUF
II.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die wirtschaftliche Lage verbessert sich zunehmend. Die stärkste Wirtschaftskrise seit dem
2. Weltkrieg scheint überwunden, wenngleich die Erholung langsam verläuft. In Deutsch-
land stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zum Vorquartal erstmals wieder.
Auch die USA sind wieder auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Aufgrund der aktuellen
Entwicklung korrigieren renommierte Wirtschaftsforschungsinstitute ihre Konjunkturerwar-
tungen für 2009 und 2010 nach oben. So prognostiziert der IWF1)
für 2009 nunmehr einen
Rückgang für die Weltwirtschaft um 1,1% noch im Juli war ein Minus von 1,4% erwartet
worden. Für Deutschland rechnet der IWF mit einem Schrumpfen der Wirtschaftskraft um
5,3%, für die Eurozone um 4,2%. In den USA soll das BIP um 2,7% sinken. In den Wachs-
tumsländern der Welt entwickelt sich die Wirtschaft gegensätzlich: Während sich in Russland
Prognosen nochmals auf jetzt -7,5% verschlechtert haben, wurden die Erwartungen für
Brasilien auf nur noch -0,7% angehoben. Asien bleibt Zugmotor der Weltwirtschaft: Für China
wurden die Prognosen auf 8,5% angehoben, Indiens Wirtschaft soll 2009 unverändert mit
5,4% wachsen.
Für das Jahr 2010 ist der IWF optimistisch und prognostiziert ein Wachstum von 3,1% statt
bislang 2,5% für die Weltwirtschaft. Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland wird dem-
nach wie in der gesamten Eurozone um 0,3% zulegen, in den USA um 1,5%. Auch Russland
und Brasilien sollen die Trendwende schaffen. China wird nach der IWF-Prognose das
Wachstumstempo von 2008 erreichen, Indien zumindest annähernd.
Trotz der leicht verbesserten konjunkturellen Entwicklung bleibt der Absatz von Trucks
und Trailern verhalten: In den ersten neun Monaten sank in Europa die Zahl der Neuzulas-
sungen von Lkw (über 16 Tonnen) um 47,3%2)
. Damit fällt der Rückgang im Vergleich zum
1) IWF, Oktober 2009.
2) ACEA, Oktober 2009.