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1. Halbjahr mit einem Minus von seinerzeit 52,4% etwas schwächer aus. Für 2010 erwarten
Marktbeobachter ein Wachstum von etwa 5%. Noch erheblich schwächer ist die Nachfrage
im Trailermarkt, so dass mit der Kögel Fahrzeugwerke GmbH ein bedeutender Hersteller
Insolvenzantrag stellen musste. Eine leichte Belebung der Nachfrage im nächsten Jahr
scheint Experten zufolge möglich.
In Nordamerika zeigt sich ein ähnliches Bild, wobei die Nachfrage dort bereits früher als in
Europa eingebrochen ist. Die Talsohle ist im Trailermarkt erreicht und im Trucksegment
könnten neue Abgasrichtlinien ab 2010 zu vorgezogenen Neukäufen führen. Die Lkw-Pro-
duktion (Segment Class 8) soll im laufenden Jahr um 44,8% sinken, der Trailermarkt um
46,4% zurückgehen1)
. Für das nächste Jahr erwarten Marktanalysten eine Trendwende mit
Wachstumsraten zwischen 18 und 50% im Truckmarkt sowie zwischen 20 und 40% bei
Trailern.
II.2 Wesentliche Ereignisse im 3. Quartal 2009
Im 3. Quartal machten sich die Maßnahmen und Entscheidungen der vorhergehenden
Monate für SAF-HOLLAND bezahlt. Bei einem im Vergleich zum 1. und 2. Quartal stabilen
Umsatz erreichten wir erstmals wieder ein positives bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT)
von 2,5 Mio. Euro nach -0,8 Mio. Euro im 2. Quartal. Hier fließen sowohl die konsequent
verfolgten Kostensenkungsmaßnahmen des Unternehmens als auch margenstärkere Aufträ-
ge besonders in den Business Units Powered Vehicle Systems und Aftermarket ein. Nach
einem gewohnt schwächeren Urlaubsmonat August verzeichnete der Monat September
die in diesem Jahr bislang stärkste Umsatzentwicklung. Dieser Trend scheint sich im Oktober
fortzusetzen und weist auf eine Stabilisierung und teilweise Erholung der Märkte hin.
Besonders im US-amerikanischen Truck- und Trailermarkt erkennen wir positive Impulse,
wenngleich auf niedrigem Niveau.
In den ersten neun Monaten lag der Konzernumsatz bei 316,4 Mio. Euro (Vj.: 646,3). Das
kumulierte bereinigte EBIT erreichte einen positiven Wert von 1,2 Mio. Euro (Vj.: 46,4).
Unsere Maßnahmen zur Kostensenkung und zum Abbau der Vorräte machen gute Fort-
schritte. Wir sind zuversichtlich, 2009 die Kosten um mindestens 43 Mio. Euro zu senken.
Damit werden sich die Einsparungen seit Oktober 2008 auf mehr als 60 Mio. Euro summie-
ren, nachdem wir unser ursprüngliches Ziel von 60 Mio. Euro um etwa 10% aufgestockt
haben. Beim Vorratsabbau haben wir unsere Maßnahmen auf die Tochtergesellschaften
weltweit ausgeweitet und sehen unverändert gutes Potenzial zur weiteren Verbesserung.
Nach neun Monaten lag unser Vorratsvolumen bei 60,2 Mio. Euro im Vergleich zu 85,8 Mio.
Euro am 31. Dezember 2008.
Auch im 3. Quartal entwickelt sich unsere eigene Achsenproduktion in Nordamerika gut.
Die bisherige Anzahl an Neuaufträgen für die integrierte Scheibenbremstechnologie über-
steigt unsere Erwartungen. Als Nummer 1 für Trailer-Achssysteme mit Scheibenbremstech-
nologie sehen wir für SAF-HOLLAND gute Wachstumschancen in Nordamerika. Unterstützt
wird dies durch neue Vorschriften zur Verkürzung der Bremswege in Nordamerika. Die
Scheibenbremstechnologie kann die Anforderungen, die ab 2011 gelten, zurzeit besser
erfüllen als die in Nordamerika weit verbreitete Trommelbremse.
1) ACT, September 2009.
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