17 II.9 Vermögenslage Aufgrund der Marktentwicklung hat SAF-HOLLAND erneut einen Werthaltigkeitstest (Impairmenttest) auf Basis der Business Units für Firmenwerte, immaterielle Vermögens- werte und Sachanlagevermögen durchgeführt. Auf Basis mehrerer Szenarien zur künftigen Marktentwicklung sowie der Einschätzungen des Management Board erfolgten außeror- dentliche Abwertungen in Höhe von 16,9 Mio. Euro (weitere Details siehe Anhang Seite 30). Das Management Board geht zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass mit dieser außeror- dentlichen Abwertung der negativen Marktentwicklung in ausreichendem Maße Rechnung getragen wird. Die Bilanzsumme reduzierte sich ­ vor allem aufgrund des gesunkenen Net Working Capitals und der außerordentlichen Abwertung ­ zum Stichtag 30. September 2009 auf 473,4 Mio. Euro (31.12.2008: 537,4). Die Eigenkapitalquote betrug 6,6% (31.12.2008: 13,4). Die langfristigen Vermögenswerte reduzierten sich auf 315,2 Mio. Euro (31.12.2008: 350,5). Neben der außerordentlichen Abwertung von Firmenwert und Marken sanken zudem die latenten Steueransprüche. Die Gesellschaft in Jinan wird nunmehr voll konsolidiert und nicht mehr wie bisher im Konzernabschluss ,,at Equity" berücksichtigt. Die kurzfristigen Vermö- genswerte sanken erheblich auf 158,2 Mio. Euro (31.12.2008: 183,9). Dies bestätigt die erfolg- reiche Restrukturierung und trägt zur finanziellen Stabilität des Konzerns bei: Die Vorräte sind auf 60,2 Mio. Euro (31.12.2008: 85,8) gesunken, die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf 66,2 Mio. Euro (31.12.2008: 82,3). Die liquiden Mittel erhöhten sich auf 13,6 Mio. Euro (31.12.2008: 8,6). Das Eigenkapital sank wegen des Bilanzverlusts auf 31,1 Mio. Euro (31.12.2008: 72,1). Die kurzfristigen Schulden reduzierten sich dank der planmäßigen Tilgung der Kreditlinie sowie gesunkener Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf 376,4 Mio. Euro (31.12.2008: 399,1). Die sonstigen Rückstellungen in erster Linie für Restrukturierung und Stellenabbau gingen auf 14,5 Mio. Euro (31.12.2008: 19,1) zurück. II.10 Mitarbeiter Die Zahl unserer Mitarbeiter ist im Berichtszeitraum angesichts der schwachen Nachfrage gesunken. Zum Stichtag 30. September sank die Zahl der konzernweit Beschäftigten auf 2.366 (31.12.2008: 2.421). Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl betrug 2.316 (30.06.2009: 2.291). Aufgrund der anziehenden Nachfrage in Nordamerika und der Vollkonsolidierung des chinesischen Standortes Jinan ist die Zahl der Beschäftigten im 3. Quartal wieder leicht gestiegen. Am Standort Bessenbach (Deutschland) entfielen, wie bereits angekündigt, auf- grund der Marktentwicklung nochmals etwa 35 Arbeitsplätze. In der Beschäftigungsgesell- schaft sind derzeit noch rund 60 Mitarbeiter tätig. Die Kurzarbeitsquote liegt bei 40% je Monat. Bereits im Juli hatte der Konzern einen Ergänzungstarifvertrag mit der IG Metall vereinbart, der eine Kostenentlastung im mittleren einstelligen Millionenbetrag in diesem und im nächsten Jahr ermöglicht. Die Vereinbarung enthält Standort- und Beschäftigungsga- rantien ­ im Gegenzug verschieben sich Tariferhöhungen und Urlaubs- sowie Weihnachts- geldzahlungen bzw. entfallen ganz.