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II.11 Forschung und Entwicklung
Forschung und Entwicklung sind die Grundlage für die Erschließung zusätzlicher Potenziale.
So startete im Berichtszeitraum die Serienfertigung von Achsen in Nordamerika, die bislang
von Fremdherstellern erworben wurden. Zugleich wurden nunmehr in Nordamerika erste
Achssysteme mit Scheibenbremsen ausgeliefert, beispielsweise an einen Hersteller von
Gefahrguttransportern. Damit profitieren wir von neuen, ab 2011 geltenden Sicherheitsvor-
schriften in den USA, wonach sich der Bremsweg von neuen Lkw um 30% verkürzen muss.
Somit konzentrieren wir uns derzeit auf den Technologieaustausch zwischen Nordamerika
und Europa sowie auf Produkte, die unseren Endkunden einen kostensparenden Betrieb
ermöglichen. Insgesamt flossen im Berichtszeitraum 9,1 Mio. Euro (Vj.: 9,2) in Forschung
und Entwicklung, davon wurden 0,7 Mio. Euro (Vj.: 0,0) als Entwicklungskosten aktiviert.
Die F&E-Quote lag bei 2,9% (Vj.: 1,4).
III NACHTRAGSBERICHT
III.1 Langfristige Sicherung der Unternehmensfinanzierung
Mit Blick auf die konstruktiven Verhandlungsgespräche mit den Banken haben sich SAF-
HOLLAND und das Bankenkonsortium am 27. Oktober 2009 auf eine Verlängerung des Still-
halteabkommens bis zum 25. November geeinigt. Diese Vereinbarung schafft genügend
Zeitraum, um die Verhandlungen abzuschließen und die Ergebnisse ausreichend abzustim-
men.
IV RISIKOBERICHT
Gegenüber dem Risikoprofil zum Ende des Geschäftsjahres 2008, dargestellt im Risikobe-
richt des Geschäftsberichts, verzeichnete der Konzern keine Veränderung. Der Konzernab-
schluss von SAF-HOLLAND wurde unter der Prämisse der Fortführung der Geschäftstätig-
keit (,,Going Concern") aufgestellt. Die Einschätzung des Fortbestands ist von einem
wesentlichen Unsicherheitsfaktor geprägt, der auch zum aktuellen Zeitpunkt nicht mit
abschließender Sicherheit beurteilt werden kann. Zum Stichtag 30. September 2009 war die
langfristige Finanzierung des Konzerns noch nicht gesichert. Trotz dieser Unsicherheit geht
die Gesellschaft davon aus, dass die SAF-HOLLAND S.A. ihre Geschäftstätigkeit auch künftig
fortsetzen und ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen wird. Wir haben zahlreiche
Maßnahmen ergriffen, um das Unternehmen und die Kostensituation an die neuen wirt-
schaftlichen Rahmenbedingungen anzupassen. Der Konzern kann die im vorläufigen Sanie-
rungsgutachten geforderten Schritte umsetzen. Damit erfüllen wir wichtige Voraussetzun-
gen für den erfolgreichen Abschluss der Gespräche mit den konsortialführenden Banken
hinsichtlich eines neuen Finanzierungskonzepts.
Alle weiteren vom Konzern direkt beeinflussbaren Risiken sind überschaubar. Im Mittelpunkt
des Risikomanagements steht derzeit die Sicherstellung der Liquidität.